Topic: SECURITY - on December 12, 2011 at 10:10:00 AM CET
"Hacker"-Dokumentation auf 3sat
Sie programmieren Viren und brechen in Firmen-Netzwerke ein: Hacker sind die umstrittenen Helden der Digitalisierung. Weil sie oft am Rande der Legalität handeln, ist es schwierig, sie zu filmen. Alexander Biedermann hat es mit der TV-Doku "Hacker" trotzdem versucht - mit gemischten Ergebnissen.
Aufzeichnungen auf Papier? Nie wieder, sagt Steffen Wernéry, einer der Urgesteine des Chaos Computer Clubs (CCC). Nachdem die Hacker in den achtziger Jahren nur mit Hilfe ihrer Computer die Hamburger Sparkasse über das BTX-System ausrauben konnten, durchsuchten Ermittler seine Wohnung. Dabei fanden sie belastendes Material, er musste für 66 Tage ins Gefängnis. Damit all das nicht noch einmal passiert, macht er nun keine Notizen mehr. Auch im Internet ist er nicht präsent - alles ansatzweise Heikle macht er nur noch persönlich.
Wernéry hat sich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. In Hamburg betreut der Alt-Hacker nun Bunker für den Zivilschutz, der Zugang zu den riesigen Anlagen aus dem Kalten Krieg bringt schließlich Vorteile: Hier kann er massenhaft Schlüssel lagern. Seit einem Hacker-Treffen in New York hat er eine Leidenschaft fürs Knacken von Schlössern, möglichst ohne Einbruchsspuren. Für sein Hobby, das Lockpicking, hat er 1997 einen Verein gegründet, die Sportsfreunde der Sperrtechnik. Wie er so durch seine Bunker zieht, wirkt er seltsam aus Raum und Zeit gefallen - ein Motiv, das sich durch den Film zieht.
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Topic: AUSTRIA - on December 12, 2011 at 10:08:00 AM CET
Roland Düringers Wutbürger-Rede: Systemtrottel-Aufschrei
Die Botschaft machte in diesen Tagen Karriere als hundertfach weitergereichter Videoclip
"Wir sind einfach nur wütend, weil es in diesem Land keine Pressefreiheit gibt und wir von abhängigen Medien entweder mit geistigem Müll oder mit Falschinformationen zugeschissen werden." Roland Düringer kam gut in Fahrt und nutzte die letzten Minuten der Abschiedssendung von "Dorfers Donnerstalk", um unsanft vom Kabarett Richtung Realität zu weisen. Die Tirade war offenbar nicht mehr als Persiflage gemeint, das Kabarett beschränkte sich auf die unverblümte Zuspitzung und Übertreibung seiner Worte. Das Schlusswort inspirierte die Seherschaft und machte in diesen Tagen Karriere als hundertfach weitergereichter Videoclip in der Social-Media-Gemeinde.
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